Blut-Laser-Therapie

Indikationen:

  • Durchblutungsstörungen (z.B. PAVK)
  • Chronische Wunden (ideal in Kombination mit lokaler Low-Level-Lasertherapie)
  • Chronisch aktive und rezidivierende Hepaditiden, insbesondere bedingt durch Virustyp B und C
  • Leberzirrhosen
  • Chronische Atemwegserkrankungen (COPD, …)
  • Chronisch-entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates (Arthrose, Polyarthritis)

Behandlungsablauf:

Das Laserlicht wird über einen speziellen Einmal-Lichtleiter direkt in die Unterarmvene oder ein ähnlich großes venöses Blutgefäß in Arm oder Bein geleitet. Die Behandlung erfolgt entspannt im Liegen.

Nur bei dieser Form der Blutbestrahlung ist eine exakte und sichere Dosierung möglich. Die Leistung des Lasergerätes ist dabei so optimiert, dass keine Wärmeeinwirkung im Blutgefäß auftritt.

Über die genaue Anzahl der Behandlungen, das optimale Behandlungsintervall und die richtige Behandlungsdauer entscheidet der Arzt / die Ärztin je nach Indikation.

Biologische Wirkung der Low-Level-Lasertherapie:

Förderung der Wundheilung:

Das absorbierte Laserlicht steigert die ATP-Synthese (Adenosintriphosphat). Durch die Aktivierung des Zellstoffwechsels wird die Teilungsrate der Fibroblasten und Epithelzellen beschleunigt, die Aktivität der Makrophagen gefördert und die Phagozytose gesteigert. Diese Effekte ermöglichen eine raschere Wundheilung.

Analgetische Wirkung:

Die Freisetzung von schmerzhemmenden Biomediatoren bzw. Neurotransmitter (Serotonin, Endorphine) wird gefördert. Die Freisetzung schmerzauslösender bzw. vermittelnder Biomediatoren (Substanz P, Bradykinin, Prostaglandine) wird gehemmt. Dies bewirkt einen analgetischen Effekt.

Entzündungshemmende und antiödematöse Wirkung:

Die oben angeführten Biomediatoren haben auch eine entzündungshemmende, und durch die Verbesserung der Mikrozirkulation eine antiödematöse Wirkung.

 

Medizinische Anwendungsbereiche und Indikatoren:

  • Wundbehandlung: Ulcus cruris, Dekubitus, postoperative Wundbehandlung, akute und chronische Wunden, Keloide, …
  • Sportmedizin: Hämatome, Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelverletzungen,
  • Tennis- und Golfellbogen
  • Orthopädie: Arthrosen, Prothesendruckgeschwüre, Entzündungen des Stütz- und Bewegungsapparates
  • Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie: wunde Mamillen, Mastitis, Kaiserschnittnarben,
  • Dammschnitt, Herpes genitalis, Schleimhautentzündungen
  • Onkologie und Radiotherapie: Mucositis, Stomatitis, Radiodermatitis
  • Neurologie: Behandlung chronischer und akuter Schmerzzustände, Neuralgien, Stumpf- und
  • Phantomschmerzen, Körper- und Ohrakupunktur
  • Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde: Schmerz- und Wundbehandlung nach Extraktionen
  • Prothesendruckstellen, Aphten, Gingivitis, Herpes labialis
  • PDT: antimikrobielle photodynamische Therapie zur Keimreduktion
  • Veterinärmedizin: Otitiden, schlecht heilende und chronische Wunden, Gelenksschmerzen,
  • Bisswunden und Verletzungen